Santons

Beschreibung der Geschichte der Santons

Santons sind kleine meist aus Ton gefertigte Krippenfiguren, die bei der provenzalischen Weihnacht nicht fehlen dürfen. Ihr Erfinder war Jean-Louis Lagnel (1764-1822). Er war es, der während der französischen Revolution begann feinen Ton in zuvor gefertigte Gipsformen zu gießen. Anschließend wurde die Puppen liebevoll bemahlt. Die Begeisterung der Bevölkerung war so groß, daß bereits 1803 in Marseille ein erster Puppenmarkt eröffnet wurde.

 

Der Name Santon kommt aus dem provenzalischen Wort santoûn, was kleiner Heiliger bedeutet. Dies ist sicher irreführend, denn die Vielzahl der Figuren sind nicht die bei uns bekannten Krippenfiguren. Hier werden vielmehr Figuren aus der Bevölkerung in ihrer traditionellen Kleidung dargestellt. Man findet z. B. Trommler, Figuren aus dem Volk wie Marktfrauen, Milchfrauen, Bauern, Scherenschleifer und viele andere aus dem Volk. Die touristische Entwicklung war der Grund, warum dann auch wieder etliche Produktionsstätten entstanden. Der Ort Aubagne bei Marseille wurde für seine Santonproduktion berühmt.

 

Heute gibt es die Santon in unterschiedlichen Größen, z. T. nur bemahlt, oft aber auch mit Kleidung versehen. An vielen Orten gibt es spezielle Museen für Santons so in: Arles (Museon Arlatan), Aix-en-Provence (Heimatmuseum) Aubagne (mit ca. 20 Ateliers), Fontaine de Vaucluse, Grignan, Les Baux-de-Provence (im Musée des Santons), Marseille (Musée du Santon Marcel-Carbonel), in Paradou in den Alpilles (La Petite Provence du Paradou, ca. 400 Krippenfiguren).

Bild: Santons in der Provence
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Auf der nachfolgenden Seite findet Ihr Santons in den verschiedenen Kirchen und Ausstellungen.

Auf einer weiteren Seite findet Ihr verschiedene Hersteller mit Adressen und mit Bilder ihrer Arbeiten